Sportschützen Westkirchen e. V.

Chronik:

V E R E I N S - C H R O N I K

ab dem Jahre 1958 - 2015

Am Sonntag, dem 19. 10. 1958 trafen sich in der Gastwirtschaft Theo Badde, schießsportbegeisterte Bürger Westkirchens, um die Sportschützen Westkirchen zu gründen.
Dieses waren Heinrich Schnitkemper, Heinrich Mefus, Laurenz Frisch, Laurenz Beste, Theo Badde, Antonius Butenkemper, Bernhard Müller, Hermann Hütten, Ludwig Renne und Manfred Herden. Im Verlaufe der ersten Wochen nach der Vereinsgründung kamen noch als aktive Schützen Günter Ringhoff und Hugo Hellenkemper
als aktive Schützen hinzu.
Geschossen wurde mit Luftgewehren in der Halle der Gastwirtschaft Badde. Im gleichen Jahr erfolgte auch die Aufnahme in den Westfälischen Schützenbund. Nach der Aufnahme von Verhandlungen mit der damaligen Ge
meinde Westkirchen im Jahre 1970 wurden den Sportschützen Räumlichkeiten unter der Pausenhalle der Volksschule (heute Grundschule) Westkirchen zur Verfügung gestellt.

Einweihungsfeier Schießstand April 1971

Mit finanzieller Unterstützung der Gemeinde und nach wochenlangen Umbauarbeiten durch Vereinsmitglieder konnten die Sportschützen Westkirchen im 13. Jahr ihres Bestehens -im April 1971- endlich einen eigenen Schießstand mit 3 Schießbahnen und einem Clubraum in Betrieb nehmen (Abb. links unten Einweihungsfeier 1971).
Nachdem nun auch für Jugendliche geeignete Schießbedingungen vorhanden waren, wurde am 28.09.1971 eine Jugendabteilung gegründet.
Da die Mitgliederzahl ständig wuchs und der Verein mit mehreren Mannschaften an den in jedem Jahr laufenden Rundenwettkämpfen des Schützenkreises Beckum teilnahm und um optimale Trainingsmöglichkeiten zu schaffen, war eine Vergrößerung der Schießanlage unumgänglich

Schießstand ca. 1977

Im April 1977 stellten die Sportschützen Westkirchen einen Antrag an die Stadt Ennigerloh um Erweiterung des Schießstandes. Da seitens des Vereines großzügige Eigenleistungen in Aussicht gestellt wurden, zeigte sich die Stadt, trotz damals schon knapper Haushatsmittel, sehr großzügig und übernahm einen großen Teil der Materialkosten.

Von Vereinsmitgliedern wurden für den Umbau insgesamt über 400 Arbeitsstunden an Eigenleistungen aufgewendet. Die Mitglieder Alfons Preuin und Klaus Walter opferten sogar eine Woche ihres wohlverdiensten Jahresurlaubs 1977.


Schießstand ca. 1977_2

Um auch die nun nach der Erweiterung vorhandenen fünf Schießstände technisch den Erfordernissen anzupassen, wurde der Schießstand im Januar 1978, wiederum mit finanzieller Unterstützung der Stadt Ennigerloh, mit elektrischen Scheibenzuganlagen ausgestattet.

 

 

 


Im Jahre 1980 wurden die Sportschützen Westkirchen in das Vereinsregister bei dem Amtsgericht Warendorf eingetragen und somit "e.V.".

Aufenthaltsraum ca. 1989

Ab Sommer 1985 wurde der Werkraum der Grundschule Westkirchen für den Schulbetrieb nicht mehr benötigt. Nach Verhandlungen mit der Stadt wurde den Sportschützen der Raum unter der Bedingung zur Verfügung gestellt, daß erforderliche Umbauarbeiten und die Ausstattung des Raumes ohne finanzielle Zuschüsse der Stadt erfolgen mußten.
Noch im gleichen Jahr konnte nach umfangreichen Ausbauarbeiten und mit einer vereinseigenen Ausstattung ein großer Aufenthaltsraum für den Schießbetrieb und Vereinsveranstaltungen bezogen werden.

Leider wurde der Raum durch einen Brand, der durch einen elektrischen Defekt entstanden war, in der Nacht zum 15.01.1989 erheblich beschädigt. Mit Hilfe des Bauhofes der Stadt Ennigerloh und durch Mitarbeit von Vereinsmitgliedern konnte der Raum wieder nutzbar gemacht werden. Somit verfügen die Sportschützen heute über eine kleine aber allen sportlichen Erfordernissen entsprechende Schießanlage, auf der das Training und die jährlichen Rundenwettkämpfe des Schützenkreises Beckum mit dem Luftgewehr und der Luftpistole stattfinden, an denen der Verein regelmäßig mit mehreren Luftgewehr- und Luftpistolenmannschaften teilnimmt.

Die Sportpistolen Schützen trainierten und schossen bis zum Jahre 2011 in der Schießanlage „Stavernbusch" in Ennigerloh und führten dort auch die jährlichen Rundenwettkämpfe durch. Inzwischen fand ein Schießstandwechsel zum Stand „Ahmenhorst" in Oelde statt.

Von den Erfolgen der Schützen, die erfolgreich an den Wettkämpfen auf Kreis-, Bezirks- und Landesebene teilgenommen haben, zeugen viele Urkunden und Pokale, die in der Schießanlage zu bewundern sind.

Zur Förderung der Zusammengehörigkeit der Westkirchener Vereine führen die Sportschützen seit dem 25.01.1992 für alle Westkirchener Vereine und Verbände mit sehr großem Erfolg ein jährliches Pokalschießen über den Zeitraum von zwei Tagen durch.

Bis zum Tode von Heinrich Schnitkemper am 13.01.1997 fand in jedem Jahr ein Tontaubenschießen für alle Vereinsmitglieder auf seinem Tontaubenschießstand in Westkirchen statt.


Um auch der Westkirchener Bevölkerung den Schießsport näher zu bringen, wurden „Tage der offenen Tür", verbunden mit einem „Preisschießen" veranstaltet, unter anderem mit besonderen Zusatzprogrammen anlässlich des 40-jährigen Vereinsjubiläums am 17. und 18.10 1998 und des 50-jährigen Vereinsjubiläums am 30. und 31.08.2008. Diese Vereinsjubiläen wurden auch dem Anlass entsprechend mit vielen Ehrengästen am 16.10.1998 (40-jähriges Vereinsbestehen) und am 19.10.2008 (50-jähriges Vereinsbestehen) in den Räumlichkeiten der Schießanlage gefeiert.


Im Außenbereich der Schießanlage wurde ein neuer Weg am Gebäude entlang zum Parkplatz angelegt. Die hierfür benötigten Steinplatten wurden am 21.09.2009 vom Kirchenvorplatz durch Vereinsmitglieder zur Verlegung abgebaut und geholt. Weiter wurde am 09. und 10.08.20011 endlich die vor dem Eingang befindliche und nicht mehr benötigte Steintreppe entfernt.

Außer dem Schießsport kommt natürlich auch die Geselligkeit nicht zu kurz. So gehören Vereinsausflüge wie in den vergangenen Jahren nach Berlin, Prag und Göteborg ebenso dazu, wie Tagesausflüge mit dem Bus, der jährliche Vatertagsausflug mit dem Fahrrad, der seit dem Jahre 2014 auf dem darauffolgenden Samstag stattfindet, die vereinsinternen Schützenfeste mit allen Familienangehörigen seit dem 22.05.1982 und sonstige gemütliche Zusammenkünfte. Alle diese Veranstaltungen werden seit Jahren dokumentiert und in einem Video- Jahresrückblick allen Mitgliedern und sonstigen Interessenten bei den Generalversammlungen vorgeführt.

Der Verein wurde bisher von folgenden Vorsitzenden geführt:

 Heinrich Schnitkemper bis 1959                                                              
 Antonius Butenkemper bis 1970 
 Karl-Heinz Wiemann bis 1972 
 Günter Fuhrbach bis 1974 
 Dieter Gnosa bis 2004 
 Ernst-Otto Vieten bis 2014 

 

Der derzeitige Vorstand der Sportschützen wird aus folgenden Vereinsmitgliedern gebildet:

 1. Vorsitzender
 Ludger Müller                                 
 2. Vorsitzender
 Thomas Herold 
 Geschäftsfiihrerin
 Martina Herold 
 Schatzmeister
 Heinz Walter 
 Waffenwart
 Klaus Brokamp 
 Sportleiter
 Thomas Herold 
 1. Jugendleiter
 Frank Gnosa 
 2. Jugendleiter
 Thomas Herold 

 

Auf der Generalversammlung am 10. Januar 2004 trat Alfons Preuin nach 29-jähriger Amtszeit als 2. Vorsitzender zurück.

Nach 30-jähriger Amtszeit erklärte Dieter Gnosa auf der Generalversammlung am 08. Januar 2005, seinen Rücktritt als 1. Vorsitzender. Auf einstimmigen Beschluss der anwesenden Mitglieder wurde er zum „Ehrenvorsitzenden" ernannt. Gleichzeitig wurde Ernst-Otto Vieten zum 1. Vorsitzenden gewählt.

Am 10. Januar 2015 auf der Generalversammlung trat Ernst-Otto Vieten nach 10-jähriger Amtszeit als 1. Vorsitzender zurück. Gleichzeitig wurden Ludger Müller zum 1. Vorsitzenden und Thomas Herold zum 2. Vorsitzenden gewählt.
Erwähnenswert ist hier noch, dass Ludger Müller der Sohn von einem unserer Vereinsgründer und zwar Bernhard Müller ist und somit die Familien Tradition der Sportschützen weiter fortsetzt.

Die erklärten Ziele des Vereines sind und bleiben:
Förderung des Schießsportes, Ermöglichung des Schießsportes für jedermann, Förderung der Jugendarbeit, die unser besonderes Anliegen ist, und die Pflege der Kameradschaft.


Die Chronik der Sportschützen Westkirchen wurde von Dieter Gnosa zusammengestellt.